Warum das wichtig ist
Ihr E-Mail-Postfach ist der Schlüssel zu fast allem: Wer da hineinkommt, kann bei anderen Diensten „Passwort vergessen" klicken und Konten übernehmen. Deshalb lohnt es sich, bei Passwörtern einmal aufzuräumen – es ist weniger Arbeit, als Sie denken.
Regel 1: Lang schlägt kompliziert
„K7!x#9" ist schwer zu merken und trotzdem schnell geknackt. Vier zufällige Wörter aneinandergereiht – etwa TeekanneFahrradWolkeAnker – sind viel sicherer und lassen sich sogar merken. Mindestens 12 Zeichen sollten es sein, gern mehr.
Regel 2: Jeder Dienst ein eigenes Passwort
Die wichtigste Regel überhaupt. Wird ein Online-Shop gehackt, probieren Kriminelle die erbeuteten Passwörter automatisch überall aus. Wer überall dasselbe Passwort nutzt, verliert dann alles auf einmal. Mindestens E-Mail und Online-Banking brauchen jeweils ein eigenes, nirgendwo sonst verwendetes Passwort.
Regel 3: Aufschreiben ist erlaubt – aber richtig
Die eleganteste Lösung ist ein Passwort-Manager: ein digitaler Tresor, der alle Passwörter sicher speichert und beim Anmelden automatisch einträgt. Sie müssen sich nur noch ein einziges gutes Master-Passwort merken.
Und ganz ehrlich: Ein Passwort-Buch, das zu Hause in der Schublade liegt, ist deutlich besser als überall dasselbe Passwort. Ein Einbrecher interessiert sich für Schmuck, nicht für Ihr Notizbuch – Kriminelle im Internet kommen an die Schublade nicht heran. Nur bitte nicht als Zettel am Bildschirm.
Extra-Schutz: Bestätigung in zwei Schritten
Bei wichtigen Konten (E-Mail, Banking) lässt sich zusätzlich die „Zwei-Faktor-Anmeldung" aktivieren: Neben dem Passwort wird ein Code abgefragt, der z. B. auf Ihr Handy kommt. Selbst ein gestohlenes Passwort nützt dann nichts.
Eine Regel für den Alltag
- Geben Sie Passwörter niemals am Telefon oder per E-Mail heraus – keine Bank, kein „Support" fragt danach. Wer danach fragt, ist ein Betrüger.
Ich richte Ihnen gerne einen Passwort-Manager ein und räume gemeinsam mit Ihnen Ihre wichtigsten Konten auf – in Ruhe und Schritt für Schritt.