Die ehrliche Antwort: an manchen Stellen ja, an anderen nicht
KI ist kein Programm, das Ihren Betrieb von allein organisiert. Sie ist ein Werkzeug, das gut mit Sprache umgehen kann – Texte schreiben, zusammenfassen, sortieren, übersetzen. Überall dort, wo bei Ihnen viel getippt und gelesen wird, kann sie Zeit sparen. Bei allem anderen bleibt sie außen vor.
Wo es sich im Alltag rechnet
- Angebote und Standardschreiben: Sie geben die Eckdaten vor, die KI formuliert den Text. Aus zwanzig Minuten werden fünf.
- E-Mail-Antworten: Vor allem bei wiederkehrenden Anfragen – höflich formuliert, in Ihrem Ton, in Sekunden.
- Lange Dokumente zusammenfassen: Ausschreibungen, Verträge, Protokolle – Sie bekommen die Kernpunkte, bevor Sie entscheiden, ob sich das vollständige Lesen lohnt.
- Texte für Website und Social Media: Ein Entwurf in zwei Minuten, den Sie danach nur noch anpassen müssen.
- Tabellen und Formeln: „Wie rechne ich in Excel …?" – statt langer Suche im Internet eine Antwort, die zu Ihrem konkreten Fall passt.
Wo Sie vorsichtig sein sollten
Der wichtigste Punkt für Unternehmen ist der Datenschutz. Kundendaten, Personalunterlagen oder Gesundheitsdaten gehören nicht in eine kostenlose KI, deren Server irgendwo außerhalb Europas stehen – bei den Gratis-Versionen werden Eingaben teils zum Training weiterverwendet. Wenn Sie mit echten Daten arbeiten wollen, brauchen Sie einen Geschäftstarif mit Auftragsverarbeitungsvertrag oder eine Lösung, die auf europäischen Servern läuft. Ansonsten gilt: anonymisieren – „Kunde A" statt Klarname.
Und wie im privaten Bereich: Die KI kann sich irren. Sie erfindet gelegentlich Zahlen, Paragrafen oder Fristen, und sie tut das in überzeugendem Deutsch. Was rausgeht, prüfen Sie – die Verantwortung für ein Angebot mit falschem Preis liegt bei Ihnen, nicht beim Programm.
Was kostet der Einstieg?
Zum Ausprobieren nichts. Die Geschäftstarife der bekannten Anbieter liegen meist bei 20 bis 30 € pro Nutzer und Monat. Rechnen Sie ehrlich nach: Wenn eine Mitarbeiterin damit pro Woche eine Stunde Tipparbeit spart, ist das Abo bezahlt. Wenn Ihr Betrieb kaum Schreibarbeit hat, sparen Sie sich das Geld – dann ist KI für Sie einfach nicht das richtige Werkzeug.
Mein Rat: klein anfangen
Suchen Sie sich eine Aufgabe, die regelmäßig anfällt und viel Zeit frisst, und testen Sie vier Wochen lang nur diese. Danach wissen Sie besser als jede Studie, ob sich das für Ihren Betrieb lohnt. Ich richte Ihnen den Zugang ein, kläre mit Ihnen die Datenschutzfrage und zeige Ihrem Team an echten Beispielen aus Ihrem Alltag, wie es funktioniert – mehr dazu unter Leistungen.